Geheimnis des Honigs

oder

die Bedeutung des „Süßen" für den Menschen

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" Licht im Glas :  Honig "


von Georg Peukert

Vollwerternährung und gesunde Lebensweise sind in aller Munde. Viele Menschen bemühen sich, die Inhalte gesunder Ernährung zu begreifen. Problem ist jedoch, die Vielfalt der Meinungen und Ansichten aus den unterschiedlichen Lagern zu unterscheiden und zu einem richtigen Verstehen zu kommen. Viele Dinge in diesem Zusammenhang werden nach wie vor falsch bewertet oder nicht genügend beachtet. So auch der Honig, der im Zusammenhang mit dem Zucker ins Gerede gekommen ist. Viele reden darüber, ohne jedoch die wesentlichen Unterschiede erklären zu können. Da Honig und Zucker bei oberflächlicher Betrachtung als sehr ähnliche Produkte erscheinen, soll hier nachfolgend auf die Bedeutung der beiden so unterschiedlichen Produkte eingegangen werden. Dazu ist es zuerst notwendig, erklärende Begriffe einzuführen:

  • Vollwertiger Zucker, ist Zucker, der in natürlichem Verbund mit wichtigen Begleitstoffen erscheint (Naturprodukte wie Getreide, Obst, Gemüse, Milch und Honig).
  • Entwerteter Zucker, ist der von seinen natürlichen Begleitstoffen durch Raffinade befreite Zucker ( z.B. weißer Zucker, brauner Zucker, weißes Mehl).
  • Begleitstoffe sind, Mineralien, Spurenelemente, Vitamine Enzyme, Hormone, Säuren, natürliche Aromen und Geschmacksstoffe. Man nennt sie auch essentielle Stoffe, weil sie für das Leben unentbehrlich sind, obwohl sie nur in kleinen Mengen in den Naturstoffen enthalten sind.

Diese Festlegung ist notwendig, damit begrifflich erläutert werden kann, dass es sich heute bei allgemeinen Aussagen zu Zucker bzw. Honig um sehr verschiedene Dinge handelt. Wird dieser Unterschied klar verstanden, ist eine richtige Beurteilung von Produkten wie weißem Zucker, weißem Mehl, Vollkorn und auch Honig möglich. Dem Leser soll hiermit ein Hilfsmittel an die Hand gegeben werden, diese Zusammenhänge selbst zu beurteilen.
 

A)    Zucker in der Natur

Was ist Zucker? Wie entsteht er? Welche Zucker gibt es? Welche Bedeutung haben die Begleitstoffe?

1.) Zucker ist ein süßes Pflanzenprodukt. Er entsteht im Blatt der Pflanze durch die Einwirkungen des Sonnenlichtes. Das erste, was in der Pflanze aus Sonnenlicht entsteht, ist süßer Zucker. Deshalb sagt man manchmal, Zucker ist kristallisiertes Licht. 

Alle  weiteren Stoffe, die in der Pflanze aus Licht entstehen, wie Fette, Eiweiß, Kohlenhydrate und Cellulose entwickeln sich erst in 2. Folge, d.h. der erste feine natürliche Lichtzucker ist Ursprungsprodukt für alle diese weiteren Substanzen, die in diesem Sonnenlaboratorium entstehen. Mineralien und Spurenelemente kommen über die Wurzel aus dem Boden hinzu. Zucker ist jedoch das Ursprüngliche, das Primäre, was in der Pflanze entsteht.

Auf unserer Erde werden so täglich Millionen Tonnen Pflanzenzucker aus Sonnenlicht produziert.
 

2.) Dieser Pflanzenzucker entwickelt sich jedoch zu drei verschiedenen Arten von Zuckern. In Abhängigkeit, wo er in der Pflanze vorkommt, wird der Zucker, Stärke oder Cellulose. Alle drei bezeichnet man als Kohlen-hydrate. 

In unseren Lebensmitteln erscheint Zucker meist als Stärke:


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Während Zucker die bekannten Grundzucker wie Glucose, Fructose oder Maltose meint, sind Stärke und Cellulose Mehrfachzucker d.h. das normale Zuckermolekül wird einige 100 mal (Stärke) bzw. einige 1000 mal (Cellulose) hintereinandergekettet, was zu sehr stabilen Naturbausteinen führt. In dem geschilderten Sonnenlichtprozess werden jedoch in diese Strukturen noch weitere Begleitstoffe eingebaut, so dass am Ende dieser Naturproduktion  eine vollendete und wertvolle Gesamtsubstanz entstanden ist. Diese biologische Struktur ist der Schlüssel für die richtige und naturgemäße Nahrung, das „Lebensmittel".  Nur sie unterhält die menschliche  Gesundheit in der richtigen Art, denn sie beinhaltet in ihrer biologischen Vielfalt alles das, was der Mensch zum Leben braucht. Deshalb nennt man  die auf diese Art entstandenen Nahrungsmittel vollwertig, weil sie im natürlichen Verbund alles Wichtige in der richtigen Menge enthalten.

Werden diese Strukturen der Natur durch maschinelle oder chemische Eingriffe aufgelöst oder Teile herausgefiltert, wie dies heute in der Nahrungsmittelindustrie üblich ist, kommt es zu einer Entwertung der ursprünglichen Substanz. Dies nennt man denaturierte Nahrung.

Gemüse , Obst, Getreide und Honig enthalten diese Art von vollwertigen Zuckern mit ihren hochwirksamen Begleitstoffen. Für die Erhaltung unserer Gesundheit sind sie unentbehrlich.

Einfacher weißer Zucker  bzw. weißes Mehl (Mehrfachzucker) enthält dagegen keine Begleitstoffe. Sie sind durch Raffinade von den wertvollen Begleitstoffen befreit. Dadurch kann diese Art von entwertetem Zucker schnell aufgenommen werden, wirkt schnell und verliert seine Wirkung  ebenso schnell, wie sie eingetreten ist. Die fehlenden Begleitstoffen müssen nun vom Körper bereitgestellt werden. Deshalb bezeichnet man diese entwerteten Nahrungsmittel als Kalk- und Vitamin-Räuber . Für unseren Organismus entsteht in Folge die Sucht nach weiterem (vollwertigem) Süßem, um den eingetretenen Mangel zu auszugleichen.

Modell des entwerteten Zuckers

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3.) Die Begleitstoffe sind in allen Naturprodukten nur in sehr geringen Mengen enthalten. Während Kohlenhydrate und Eiweiß immer die Masse ausmachen, erscheinen die Begleitstoffe sehr fein verteilt in geringsten Mengen. Ihre Wirkung ist jedoch um ein vielfaches höher, ja man kann sogar sagen, ohne sie geht in unserem Organismus gar nichts. Deshalb nennt man sie essentielle Begleitstoffe. Ihre geringe und natürliche Dopsis ist von entscheidender Bedeutung. Die besagten Mengen liegen in Lebensmitteln unter 1% und gehen z.T. bis in den Promillebereich. Forscher sagen, je geringer ihr Anteil ist, um so größer wird ihr Wirkung.

Model des vollwertigen Zuckers

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4.) Eine besondere Stellung unter den Naturprodukten nimmt der Honig ein. Während er manchen Unwissenden als reiner Zucker erscheint, ist er in Wirklichkeit das höchste Abbild von dem, was die Natur zu leisten vermag. Die Wirkung der gesamten Natur hat sich in ihn eingeprägt:
  1. Der Boden gibt Wasser, Mineralien und Spurenelemente
  2. Die Pflanze erzeugt Zucker, Stärke, Cellulose, Eiweiß, und Vitamin
  3. Die Biene entzieht dem Nektar das Wasser, wandelt mehrfach um und gibt Hormone, Enzyme, Säuren und Inhibine dazu, damit die "Verwandlung" statt finden kann.
Im warmen Bienenstock wird unter einer Temperatur von ca. 35 C der Honig zu seiner höchsten Reife gebracht.

Zum Schluß enthält der Honig 30 verschiedene vollwertige Zucker und bis zu 180 essentielle Begleitstoffe. Das wird von keinem „Lebensmittel" übertroffen.

Hervorhebenswert ist außerdem, dass Honig und die Früchte der Natur die gleiche Ausgangssubstanz haben: den Nektar.  Während die Pflanze aus Nektar eine Frucht bzw. Samen reifen lässt, macht die Biene aus Nektar den Honig, was schon hier eindeutig auf seiner außerordentliche Bedeutung hinweist.
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A)    Der Zucker im Menschen

Aus Abhandlung A) konnten wir sehen, dass Zucker in den Entstehungsprozessen der Natur den ersten Stellenwert hat: er ist das primäre Produkt aus der Photosynthese der Pflanze. Zudem konnten wir erkennen, dass solche Zucker bzw. Stärke und Cellulose immer vollwertig sind und erst durch den Eingriff des Menschen entwertete Zuckerprodukte entstehen.

Abhandlung B) soll zeigen, dass die vollwertigen Zucker auch im Menschen die erstrangige Rolle spielen. Ein interessantes System zwischen Natur und Mensch wird nun sichtbar . Was in der Natur sinnvoll geschaffen wird, passt genau zu den Stoffwechselvorgängen im Menschen. Ein System, das von der Schöpfung aus weisheitsvoll eingerichtet wurde:

Es wird erkennbar dass die vollwertigen Zucker die primären Energie- und Lebensträger zwischen Natur und Mensch sind.

 

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Um dem näher zu kommen, müssen wir betrachten, was im Menschen in der Ernährung den ersten Stellenwert hat. Der Mensch lebt von folgenden Substanzen:

  • Kohlenhydrate (Zucker, Stärke, Cellulose)
  • Fette
  • Eiweiß
  • Mineralien
  • Spurenelemente
  • Enzyme
  • Vitamine
Welche davon haben jedoch erste Priorität?

Der Kopf des Menschen ist sein Steuerorgan und Denkzentrale für das Ganze. Er ist Basis für das Bewusstsein.  Seine Versorgung ist so vorrangig, dass ein Mangel von nur einigen Sekunden zur Ohnmacht oder gar dem Tode führt. Alle anderen Organe liegen im Minuten- bzw. Stundenbereich.

Welches ist nun der Stoff, von dem der Kopf in erster Linie abhängig ist?

Es ist nur und ausschließlich der vollwertige Zucker, das Sonnenlichtprodukt.

Auf ihm gleichermaßen wie der vollwertigen Stärke, basieren alle Gehirnprozesse. Ohne Zucker geht gar nichts. Die Verarbeitung des vollwertigen Zuckers im Kopf ist der Schlüssel für unser Bewusstsein des Menschen.

Selbstverständlich können auch die Muskeln ohne Zucker nicht arbeiten, aber ihre Anforderung liegt niedriger, als im Gerhirn- und Nervensystem. Gerade sie benötigen jedoch ein besonderes Maß an begleitstoffreichen Mineralien. Mineralreicher Waldhonig z.B. ist hierfür besonders geeignet. 

Der Kopf, wie auch die anderen Organe, können den Zucker nur verwerten, wenn er bestimmte Begleitstoffe enthält. Fehlen diese, wie z.B. dem weißen Zucker ebenso wie dem braunen Zucker, kommt es zu Abbaustörungen, die der Organismus abfangen muß.

Das Verlangen des Organismus nach Süßem ist in Wirklichkeit der unbewusste Wunsch nach vollwertiger Nahrung, in der das richtige Süße verborgen ist. Also Zucker und Stärke mit den essentiellen Begleitstoffen, wie die natur es vorgesehen hat. Je weniger man diesen Grundsatz beachtet, um so schlimmer wird der Teufelskreis. Schokoladenriegel, Bonbons und gezuckerte Wässer bestimmen den Tageslauf. Immer mehr verarmt der Körper, insbesondere der Kopf in ganz kleinen Dosen, die man bewusst kaum merkt. Mangelkrankheiten entstehen.  Karies wird veranlagt.

Zähneputzen allein nutzt nicht viel. Die Wirkung von Innen (endogener Faktor) des begleitstofflosen Süßen ist von entscheidender Bedeutung.

Weißes Mehl, in der Hauptsache entwertete Stärke und weißer Zucker entziehen dem Organismus ständig lebenswichtige Substanzen. Die Zähne z.B. werden dadurch über Jahre von Innen entmineralisiert. Die wahre Ursache für Karies. Ist es nicht verwunderlich, dass trotz der großen Zahnputzbewegung 97 von 100 Kindern kariöse Zähne haben? Die Gründe dafür liegen in dem Krankmachenden von Innen durch entwertete Kohlenhydrate.

Mit dieser gerafften Zusammenfassung wollte der Verfasser zeigen, wie bedeutsam das Thema Zucker und Süß ist und wie folgenschwer Falschaussagen hierzu sind.

Im Grunde genommen beginnt der allgemeine Fehler schon damit, weißen Zucker überhaupt als Zucker zu bezeichnen. Er doch nur die „Karosserie" eines ehemaligen kompletten Autos. Alle Teile fehlen ihm.

Während die Natur aus Sonnenlicht genau den vollwertigen Zucker schafft, wie ihn der Mensch braucht, produziert unsere Zucker- und Lebensmittelindustrie ungesunde Ersatzstoffe. Sie fängt das ganz natürliche Bedürfnis nach Süßem, - ein Lebensimpuls -, geschickt ab und führt den Verbraucher auf einen falschen Weg. 

Der Teufelskreis beginnt.

Der Wunsch nach Süßem ist die Notwendigkeit des Kopfes und unseres Bewusstseins, seine Lebensgrundlage zu erhalten.

Während der biologische Mechanismus der Pflanze das Licht einfängt und zur Substanz (Zucker) werden lässt, wird im menschlichen Organismus dieses Licht wieder befreit und in Form von Energie (auch Lebenskraft) dem Körper zugeführt. Kinder sind besonders scharf auf Süßes, weil ihr Gehirn noch im Aufbau ist wofür die vollwertigen Kohlenhydrate besonders notwendig sind. Der überhohe Anteil der Muttermilch an vollwertigem Zucker zeigt deutlich, wie sehr die Kopfentwicklung im Vordergrund steht.

Besonders hevorhebenswert ist hier der Honig. Er ist das Naturprodukt, das allen Anforderungen an ein vollwertiges „Lebensmittel" gerecht wird. Seine wahre Bedeutung kann z.B. an den 180 begleitenden Substanzen abgelesen werden und nicht wie üblich, an seinen hohen Blütenzuckeranteilen. Die geringe Dosis dieser vielen Honigbegleitstoffe hat die Natur so festgelegt, weil nur in ihr die höchste Wirksamkeit für den Menschen zum Tragen kommen kann. Die Naturwissenschaft weiß heute, dass unser Gesundheitszustand von kleinsten Stoffmengen im Promillebereich abhängt. Genau so ist der Honig geheimnisvoll aufgebaut.

Gerade in unserer heutigen Zeit hat dies alles eine besondere Bedeutung. Der Mensch hat sich aus körperlich harter Arbeit zu einem Kopfmenschen entwickelt. Büroarbeit und geistige Tätigkeit sind in den Vordergrund gerückt. Diese Situation muß gerade in der Ernährung besonders unterstützt werden. Begleitstoffreiche vollwertige Kohlenhydrate helfen dem Kopf diese hohen Anforderungen zu erfüllen. Vollwertiges Getreide, Obst, frisches Gemüse, Milch und naturbelassener Honig haben hierbei einen ersten Stellenwert.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass vollwertiger Zucker eine Grundsubstanz des Lebens ist. In Honig kommt er noch flüssig in der reinsten Form vor. In der Getreide Obst und Gemüse erscheint er verwandelt und fest in den unterschiedlichsten Formen und Geschmacken.

Überall ist er in seiner Wirkung jedoch gleich:

Er ist die Ursubstanz der Natur und Träger des Bewußtseins im Menschen.


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Das lichtdurchflutete Blatt
ist Symbol für den
bedeutendsten chemischen
Umwandlungsprozess,
den wir auf der Erde kennen:
die Photosynthese!
Diese Vorleistung der Pflanzen,
bei der aus Kohlendioxyd der Luft
mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht
hochwertige Zucker aufgebaut werden,
ist die Grundlage für den Honig.



Anlage 1:


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Anlage 2
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Honig und Zucker lassen sich garnicht miteinander vergleichen, denn es trennen sie Welten !



Georg Peukert, Maintal