Von der „Geldkrise"

oder

 

Die Ertragsinteressen der Kreditwirtschaft

lähmen einen sozialen Umgang mit Geld

 

 

 

 

 

Haben wir aus dem finanziellen „Supergau" immer noch nichts gelernt?

 

 

 

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Das Siegel der Templer als erste „Banker".

Das Siegel der Templer, die „zu Zweit" ihre  hohe Mission vertraten. Das Pferd symbolisiert die geistigen Kräfte, die sie voranbringen und zu zweit bedeutet, richtig geht es nur in der "brüderlichen Gemeinschaft": Einer für alle, alle für einen."

 


 

Eine Schrift aus einer erweiterten Sicht



von Georg Peukert
 
 

„Geld muß Diener, nicht Herr sein"

 

„Von Geld kann man nicht leben, denn Geld als Münze oder Schein hat nur einen geringen Wert.

 

Geld ist eine „Quittung" für geleistete Arbeit bzw. Gutschein für eine produzierte Ware. Wenn ich Geld ausgebe, ist es eine Anweisung auf die Arbeit anderer. Das bringt Geld in eine zwingende Verbindung mit Menschen und ihren sozialen Fähigkeiten.

 

Losgelöst vom Menschen - in den von der Produktion abgekoppelten Kapitalmärkten - entfaltet Geld seine unguten und antisozialen Kräfte.

 

Deshalb steckt in Geld eine Zukunftsaufgabe für die Menschheit:  mit Geld ein „soziales System" für die Gesellschaft zu gestalten.

 

 

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Vorspann

 

Geld hat sich in den vergangenen hundert Jahren entartet. Aus ganz normalen Geldgeschäften bzw. Austausch von Leistungen über Geld, ist ein selbständiger, von Menschen und Produktion losgelöster Geldmarkt entstanden, in dem tausendfach mehr Geld bewegt wird, als es jemals im Produktionsmarkt bzw. realen Geldmarkt entstehen kann. Wir leben in einer „Schieflage" bei Betrachtung und Umgang mit Geld.

 

 

 

 

Ein neues Verstehen

 

Geld hat in der Geschichte einen langen Weg hinter sich. In den alten Hochkulturen hatte es zuerst den Stellenwert als Kulturgut. Im Geld leuchteten die Tugenden der jeweiligen Gesellschaft auf, wie Wahrhaftigkeit, Edelmut und Gerechtigkeit. Das goldene Kaufmannsprinzip, aus dem das Geld entstand, hatte hohe ethische Werte, in denen man andere „bevorteilte" und nicht „übervorteilte". Geld - zu Anfang noch als Gold -  war Abbild „höherer Gestaltungskräfte" für die Gesellschaft. Man hatte eine göttliche Ethik.

 

Beispiel und Höhepunkt in diesem Wirken waren die Templer, die das Gold als „Sonnenmetall" hüteten. Im Gold sah man das irdische Abbild göttlicher Kräfte. Die Templer verbanden ihre tiefen christlichen Glauben  mit dem großen Reichtum des Ordens und stellten ihn in den Dienst ihres weltlichen Handelns. Nicht umsonst nimmt man an, daß ein großer Teil des Geldes, das man zum Bau der gothischen Kathedralen benötigte, von ihnen bereitgestellt wurde. Sie waren in diesen Fragen zu ihrer Zeit europaweit bereits so gut organisiert, dass man von ihnen als den „ersten Bankiers" sprechen kann. Allerdings mit hohen ethischen Vorstellungen. Ihr Gold sollte der Menschheit „dienen" und den Prinzipien einer sozialen Menschheit gerecht werden.

 

Heute durchdringt Geld unser gesamtes ziviles Leben und ist deshalb wie das „Blut" der Gesellschaft. Dieses „Blut" hat die Aufgabe, alle „Organe" gleichmäßig zu durchdringen und sie zu ernähren. Blut muß fließen, Geld auch. Geld ist ein Prozess, ein lebendiger Vorgang. Dieser Prozess wird gestört, wenn sich das Geld von seiner eigentlichen Entstehungsquelle, dem Wirtschaften und Handeln des Menschen, loslöst, d.h., wenn es sich ohne menschliches Zutun in sich selbst weiterentwickelt und vermehrt. Dann erzeugt es seine antisozialen Kräfte, weil der Mensch als denkendes soziales Wesen ausgeschlossen ist, denn dann regiert nur das System des freien Geldmarktes. (es legt jemand 1 Mio an und vermehrt es in kurzer Zeit auf 1,5 Mio, ohne dass etwas produziert wird).

 

Seit einigen Jahrzehnten hat sich dieses freie Wirken des Geldes weiter verstärkt, so dass die Produktion, in der das „reale Geld" verdient wird, immer mehr in den Hintergrund rückte. Geldmarktgeschäfte gefielen und man erreichte in kurzer Zeit Renditen, die in Produktion und freiem Handel niemals erreichbar waren. Der Markt der Produktion (Waren+Dienstleistungen) wuchs zwar in normalen Dimensionen, der reine, vom Menschen losgelöste spekulative Geldmarkt jedoch um das Tausendfache. Geld (aus Gewinnen im Warengeschäft) wurde aus dem Strom von Waren und  Produktion, Verkauf und Ertrag herausgelöst und immer mehr in den spekulativen separaten Geldmarkt gesteckt. Dieser unterliegt eigenen Gesetzen, die fern vom Menschen sind. Die dort angesammelten und weiter ansteigenden riesigen Geldmengen (auf dem Papier, nicht real), suchen ständig nach weiteren Geldanlageformen, um sich selbständig zu vermehren. So betrug bereits vor wenigen Jahren das Verhältnis von „Produktionsgeld" zu „Spekulationsgeld"  5 % zu 95 %, mit der Folge, dass sich der Hände Arbeit nicht mehr lohnte, weil mit Spekulation wesentlich mehr Geld in kürzerer Zeit verdient werden kann. Die „unproduktive Vermehrung" gewann so immer mehr an Boden, bis schließlich ein weltweit agierender Spekulationsmarkt entstand, in dem die normalen Waren-produzenten und normalen Zinsnehmer keine Rolle mehr spielten. Der kleine Sparer hatte ausgedient, mittelständigen Unternehmern wurden die Kredite verweigert, denn Banken setzten nur noch auf milliardenschwere Spekulationgeschäfte, denn alles andere lohnte sich nicht mehr. „Händlersäle", in denen teilweise tausend Investmentbanker saßen und spekulierten, wurde immer mehr zum Standard der großen Banken. Frankfurt, London, New York, Tokio, Singapur wurden zu einem engen Netzwerk der Geldgeschäfte (Geld ohne Waren), aus dem sich bald keiner mehr ausschließen konnte, denn nur das gigantische Handelsvolumen des Spekulationsmarktes zählte und nicht der reale Geldmarkt mit kleinen Zinsanlegern. Federführend in diesem Geschehen sind seit jeher die angloamerikanischen Standorte London und New York, von denen eine enorme Macht des Geldes in Wirtschaft und Politik weltweit ausgeht.

Die Banken erlagen den eklatanten Ertragsinteressen dieser neuen Kreditwirtschaft.

 

Dies hat im Laufe der Jahrzehnte dazu geführt, dass im Spekulationsmarkt unvorstellbar große Geldmengen entstanden, dem keine Waren bzw. Werte gegenüber stehen. Das Grundprinzip des Geldes ist jedoch, dass ihm ein adäquater Wert (Warenwert oder Leistung) gegenüber stehen muß (mindestens in einem guten Verhältnis). Im neuen Geldmarkt steht dieses Geld jedoch frei für sich da. Es hat keinen realen Gegenwert und ist somit eine „Blase", die so lange nichts macht, so lange keiner den Wert einfordert. So wandern die Blasen auf dem Papier weltweit umher, werden immer größer und platzen schließlich auf, weil ihr Wert irgendwo eingefordert wird.  Die Folge: die riesigen Geldwerte, entstanden aus Spekulation, müssen irgendwo „erarbeitet" werden, damit „Blasengeld" „Realgeld" wird. In unserer heutigen so wissenden Gesellschaft denkt niemand darüber nach, wie dieses spekulativ gewonnene Geld „am Ende des Prozesses" erarbeitet werden muß. Denn reales Geld entsteht nur aus Arbeit !

 

Einerseits sucht Geld, allein gelassen, den Weg, wie es neues Geld werden kann, ohne das Menschen daran teil haben. Es entwickelt sich eine Geldwirtschaft mit eigenen Gesetzen, die ihre „Lebenskräfte" nicht aus dem „menschlichen Wirtschaftsleben" saugt, sondern aus dem „Spekulieren". Geld ist „Ware" geworden. Geld ist jedoch keine Ware, sondern nur „Mittel" zum Austausch. Ist Geld jedoch in Verbindung mit Waren-Produktion, verbindet es sich automatisch mit menschlichen Fähigkeiten, wodurch es wieder sozial wird. Im „reinen Geldverkehr" wird Geld „sozial bindungslos", wodurch es seine antimenschlichen Kräfte entwickelt, wie wir sie heute vorfinden. Und dieses allein gelassene Geld beginnt zu „wuchern",wie wir es erleben. Es wird einer Krebsgeschwulst gleich, die die Grenzen des Wachstums nicht kennt. In diese Spirale von antimenschlichen Mechanismen werden wir Menschen immer mehr zu Sklaven, die den Geldsystemen unterliegen. Wir können nicht mehr aus dieser Spirale heraustreten. Vergleichbar mit der Geschichte vom Zauberlehrling, der die Geister die er rief, nun nicht mehr los wird.

 

Für die heute extrem hohen umlaufenden „imaginären Geldwerte" (sie sind real nicht vorhanden, weltweit 550 Bill. $) werden ständig neue Geldbindungsformen in Spekulationsmärkten gesucht, in denen sich das Geld ohne Produktion überproportional vermehren kann. Längst reichen die bestehenden Produktionsmittel nicht mehr aus, die „Ertrag suchenden" Geldmengen zu binden. Zudem werfen die Gewinne aus Produktionen bei weitem nicht die Rendite ab, wie sie der losgelöste Kapitalmarkt hergibt.

 

Die „Entfesselung der Geldkräfte" geschieht durch die Trennung der sozialen/menschlichen Realität zu den kalten Bedingungen der Kapitalmärkte.

 

Geld ist Äquivalent für Ware und Arbeitskraft, genau genommen, Geld steht für einen Prozess, in dem der Mensch die Produkte der Natur erwirbt, sie aufbereitet, verändert, oder weiterverarbeitet. Dies bewerkstelligt er durch Arbeit in Verbindung mit Denken d.h., er steckt „Geist" in diesen Arbeitsprozess. Geist, der im Menschen durch Denken hervorgebracht wird, enthält immer „soziale Gesichtspunkte", weil dies im Menschen grundveranlagt ist. Im reinen Kapitalmarkt geht das verloren, weil diese freilaufenden Geldmengen nur durch „Systeme der Börse" etc., der Shareholder, der Investmentbanker oder Hedgefonds laufen. Da gibt es keine Sozialität, sondern nur die reine Mathematik des Geldes, wie ich meinen Einsatz vervielfältigen kann, egal welchen Schaden andere erleiden. Vielen ist bei diesen Prozessen vermutlich gar nicht bewusst, dass bei erfolgreichem Spekulieren immer andere geschädigt werden.

Ohne Sozialität kann der Mensch jedoch nicht überleben, weil sein gesamtes menschliches Dasein, die Menschengemeinschaft, in letzter Konsequenz auf Sozialität aufgebaut ist. Aller Egoismus funktioniert nur so lange, bis die wenigen Gewinner merken, dass die Mehrzahl in der „Menschengemeinschaft" verlieren und dies nun über Umwege auf sie selber zurückfällt (leider fällt es nicht immer auf die Verursacher zurück, daher machen sie ständig weiter).

 

 

Prinzipien des Geldes

 

Um Geld in seinem „Wesen" richtig zu verstehen, muß hier auf einige Grund-Prinzipien des Geldes eingegangen werden, wie sie in den heutigen Lehren nicht standardmäßig sind, jedoch die Ursache, warum kaum jemand merkt, was an unserer Geldwirtschaft so grundsätzlich falsch läuft. Genau gesagt: das Grundprinzip unseres Geldsystems ist verfälscht. Es läuft in die verkehrte Richtung. Geld wird heute wie eine Ware behandelt ist jedoch nur eine Quittung für geleistete Arbeit bzw. Ware.

 

 

Was ist Geld:       Geld   = Naturprodukt/Rohstoff

                                       + Menschenarbeit

                                       + Menschengeist (Ideen)

                                       =   Ware  =  Kapital

 

 

 

Geld ist damit nicht nur eine „tote Sache", ein wertloser Schein,   sondern das Ergebnis aus produktiver und geistiger Tätigkeit der Menschen. Aus diesen ergeben sich demnach nicht nur die Geldwerte, sondern vor allem die sozialen Qualitäten, die dem Geld unsichtbar anhaften. Qualitäten, die durch die Beteiligung des Menschen mit „eingebracht" wurden.

 

Wird Geld nun dem „menschlichen Kreislauf" entzogen, also der Produktion, Investition, dem Konsum oder der Bildung bzw. sozialen Projekten und in „anonyme Systeme" wie Börsen, Investmentfonds, Spekulationsfonds etc. (shareholder Systeme) gesteckt, fehlt ihm die Verbindung zu sozialer menschlicher Tätigkeit und entsprechendem Handeln. Das Geld verliert seinen „Kopf", - den Menschen -, mit seinen sozialen und geistigen Fähigkeiten. Deshalb bemächtigt sich dem Geld ein anderer Geist (ein Ungeist), der vom Menschlichen wegführt, zur Anonymisierung und damit zum „Antisozialen". Einer „kalten Kraft". Dieser Vorgang ist eine Auswirkung des Materialismus, der göttliche Prinzipien (Ethik) und menschliche soziale Notwendigkeiten nicht mehr kennt. Die Folge: Kapital häuft und vermehrt sich bei Wenigen und die Masse der Menschheit verarmt. Das ist dann wie in einem lebenden Organismus, in dem die Blutversorgung bei einigen Organen nicht sicher gestellt ist. Darunter leidet am Ende der ganze Organismus. Dies ist heute bereits Fakt, denn die zwanghafte Verarmung der Vielen, schlägt bereits auf die im Wohlstand lebenden zurück. Da Geld jedoch wie gesundes Blut im Wirtschaftskreislauf sein soll, finden wir im heutigen Geldsystem einen krankmachenden Impuls vor. Mittlerweile hat dieser die gesamte Wirtschaft ergriffen und die Organe (Wirtschaftsbetriebe) erkranken ebenfalls. Menschen werden die Leid-tragenden sein, was kalte entmenschte Systeme angerichtet haben.

 

Deshalb können wir bei vielen Geldprozessen klar erkennen, dass sie sich von der „realen Wirtschaft" abgekoppelt haben, wodurch sie weltweit die eigentliche Ursache für das Elend über die Erde sind. Wir finden eine eklatante Verletzung der sozialen menschlichen Notwendigkeiten. Und das alles, obwohl genug Geld da ist. Es muß nur nach anderen Maßstäben „verteilt" werden. Damit sind nicht Ausgaben mit der Gießkanne gemeint, sondern eine der Leistung entsprechende, aber gerechte Verteilung.

 

 

Erweiterte Betrachtungen

 

An dieser Stelle ist eine kleine philosophische Einflechtung notwendig, damit das „Wesenhafte" des Geldes besser verstanden wird.

Der Mensch ist im Leben, im Dasein, zwei Kräftepolen ausgesetzt:

 

  1. Den „kosmischen Kräften", die den geistigen entsprechen und die sich im Leben im Denken, Erkennen und der Intuition zeigen
  2. und den „irdischen Naturkräften" und ihren materiellen Wirkungen (Chemie, Physik, Biologie). Sie werden in Naturwissenschaft und Technik erforscht und angewendet

Erst beide zusammen (Irdisches+Kosmisches) ergeben das ganze Weltbild, die „wahre Wirklichkeit". Der Mensch hat die Fähigkeit, beide Welten miteinander zu verbinden. Dies bewerkstelligt er durch seine Fähigkeit des Denkens. Denkt der Mensch, ist in seinem irdischen Leib das Kosmische, der Geist, anwesend. Deshalb ist die Fähigkeit des umfassenden Denkens die einzige Möglichkeit, sich im Irdischen wieder mit dem Kosmischen, der göttlichen Schöpfung, zu verbinden. Früher war es die Inspiration, heute ist es das Denken. Denken ist die „Leiter" nach „oben". Da alles Soziale aus Geistigem kommt, ist das soziale Handeln des Menschen, ein Ergebnis seines höheren Erkennens, seinem Geist. Der menschliche Geist taucht im Denken in den Weltengeist ein. Sein aus Denken gestaltetes Handeln wird göttlich, die Grundlage aller Ethik und Sittlichkeit. Deshalb ist „Erkenntnis" immer „wahre Religion". Denken ist Eucharistie, denn wir verbinden uns mit dem Göttlichen.

 

Um die „Geldfrage" zu lösen, die nicht nur zur Wirtschaft gehört, sondern ein zentraler Teil des sog. „Sozialen Organismus" unseres Staates ist, muß der Mensch zu höherem Denken bzw. Erkennen kommen. Dies geschieht jedoch nur, wenn er sich dies  innerhalb  der Tragweite der „göttlichen Prinzipien" bewußt macht. Er muß sich zuerst mit diesen Prinzipien vertraut machen, um daraus verstehend zu handeln. Darin liegt unsere Zukunftsaufgabe. Dies war übrigens immer die Grundmaxime abendländischer Weltanschauung. Schon Aristoteles und Platon wiesen darauf hin, das zum richtigen Führen eines Staates „Philosophenkönige" benötigt würden.

 

Denn die Frage des Geldes bzw. des Wirtschaftens, ist in Wirklichkeit in seinem tiefsten Grund eine Frage der Theologie und Philosophie, deren Grundlage schon vor 2000 Jahren gelegt wurden und die wir nur etwas aus dem Auge verloren haben, weil uns Religion nicht mehr allzu sehr tangiert. Dies müssen jedoch nachholen, denn den göttlichen Gesetzen kann sich am Ende keiner entziehen. Das Abendland ist mit diesen fundamentalen christlichen Ideen groß geworden. Der Naturalismus des 19. Jahrhunderts hat uns jedoch davon wieder entfernt. Ein Ergebnis davon sehen wir in der falschen Betrachtung des Sozialen. Es ist mehr als ein politisches Schlagwort. In Wahrheit steht über dem Sozialen die zukünftige Menschheitsentwicklung, denn darin vollzieht die Menschheit gemeinsam den dritten Schöpfungsakt. Der erste war die Schaffung der Natur, der zweite war der Mensch und der dritte wird eine „brüderliche Menschheit" sein (das soziale System), das sich aus dem Menschen selbst entwickeln wird, aus seiner Fähigkeit des Erkennens und Gestaltens. Der Mensch wird hierbei zum Schöpfer, denn die göttlichen Prinzipien haben ihn dazu vorgesehen und nun befähigt. Dieses geistige Prinzip liegt verborgen in der „Versuchungsgeschichte" Jesu, der vom Widersacher aufgefordert wird, aus Steinen Brot zu machen.Wer dieser tief theologischen Frage nachgeht, wird finden, dass in diesem Satz geheimnisvoll der Wirtschaftsprozess verborgen liegt und in Folge die sich daraus entwickelnde Geldfrage. Der Mensch bearbeitet die Natur, baut eine  Wirtschaft auf, in der sich das Geld als das „soziale Blut" des Wirtschaftslebens gestaltet. Der Egoismus, der heutiges Wirtschaftsleben prägt, ist die „Gegenkraft", die sozialen Kräfte einer brüderlichen Gemeinschaft im Wirtschaftsleben nicht zuzulassen. Nur im wahren Sozialen liegt das Geheimnis der „Brüderlichkeit",einem der ältesten Menschheitsprinzipien, mit dem das Antisoziale überwunden werden kann, der Selbstlosigkeit: „Einer für alle, alle für einen". Ein geistiges Gesetz, das von Christus als ein „lebendiges Prinzip" für alle Menschen in die Welt gesetzt wurde (inauguriert). Wir müssen es nur „erkennen" und anwenden.

 

Deshalb muß Geld in der Zukunft der „soziale Motor" der Menschheit werden, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Eine Aufgabe, die mit tiefsten Prinzipien des Christentums zusammenhängt.

 

Christus konnte diese Aufgabe der dritten „Versuchung" (aus Steinen Brot machen) nicht alleine lösen, denn dazu braucht er die bewusst erkennende und handelnde Menschheit, als eine soziale, brüderlich handelnde Gemeinschaft. Christus gibt seine „göttlichen Kräfte" an die Menschheit, damit diese „individuell" sein soziales christliches Menschheitswerk zuerst erkennen und dann vollenden können. Die „Geldfrage der Menschheit" hat darin einen zentralen Stellenwert. Erst heute sind wir auf einem  Höhepunkt unserer geistigen Fähigkeiten, bzw. unseres Bewußseins angelangt, an dem wir wissend in diese Vorgänge eingreifen können.

 

Vor diesem Hintergrund werden die drei Gesellschafts-Ideale wieder aktuell, die in der französischen Revolution erstmalig hervortraten und die auch heute immer noch volle Gültigkeit haben und auf ihren Einsatz warten. Wir müssen nur verstehen, wie sie anzuwenden sind, denn die drei Begriffe werden heute meist falsch angewendet:

 

  • Freiheit in der geistigen und kulturellen Entwicklung d.h., jeder Mensch entwickelt seine persönlichen Fähigkeiten und Talente. Diese sind bei jedem Menschen anders. Freiheit heißt, jeder entwickelt sich zu dem, was er kann und wird von niemandem behindert. In diesem Bereich von Bildung, Wissenschaft, Lehre und Kultur muss Geld „frei" zur Verfügung stehen und darf nicht wirtschaftlichen Prinzipien unterstellt werden.
  • Gleichheit bezieht sich auf die Rechte aller Menschen. Im Recht sind alle Menschen gleich, egal wie sie mit Fähigkeiten und Talenten ausgestattet sind. Das Prinzip der Demokratie. Der Aufgabenbereich des Staates. Es darf durch nichts gestört werden.
  • Brüderlichkeit bzw. Solidarität gilt für das Wirtschaftsleben. Im Wirtschaften sind alle eine Gemeinschaft, die - gerade durch die Arbeitsteilung -, zusammen etwas erbringen. Wie in einer großen Bruderschaft, wo einer den anderen ergänzt. Bekämpfen sich zwei, fällt das auf alle zurück. Das geht nur mit der Entwicklung der Selbstlosigkeit, einem der tiefsten christlichen Prinzipien.

 

Erst mit der Einrichtung dieser gesellschaftlichen Grundstruktur, - die soziale Dreigliederung - wird eine wichtige Voraussetzung für das friedliche soziale Zusammenleben der Menschheit erfüllt werden: dann sind die Menschen frei in ihren Fähigkeiten und Talenten, gleich vor den Gesetzen, ihren Rechten und Pflichten und brüderlich im Wirtschaften. Das richtig verstandene und sozial eingesetzte Geld ist dann das verbindende Glied - das Blut - in einer christlich sozialen und dreigegliederten Gesellschaft.

 

Die drei Geldarten

 

Nicht das Geld/Kapital selbst ist das Problem, sondern die „Kräfte" bzw. die „Haltung", die wir darin wirken lassen. Geld muß einerseits in Verbindung mit dem Menschlichen bleiben, zum anderen darf Geld/Kapital nicht „stocken", sondern es muß fließen, um sich ständig zu  erneuern. Solange Geld liegt (gehortet wird), kann es seine ihm inne wohnenden Wirkungen nicht entfalten. Geld will sinnvoll „tätig" werden.

 

Ein weiteres wichtiges Grundprinzip des Geldes ist: es soll sich an „Fähigkeiten" der Menschen (Wissenschaftler, Forscher, Unternehmer, Innovatoren) binden, die die Gemeinschaft weiter bringen. Nur in den Fähigkeiten von Menschen liegt der gemeinsame Fortschritt. Diese brauchen das „frei verfügbare Geld". Heute wird das Geld meistens nach Leistungsgesichtspunkten bzw. reinen Marktfragen vergeben (auch im Sozialen) oder zweigt sich in die Systeme der Geldmärkte ab, um sich selbst zu vermehren. Den sozialen Erfordernissen kann es deshalb nicht dienen. Die Menschheit verfällt weltweit, weil das Geld in den gewinnmaximierenden Geldmärkten entartet und der Mensch, wie wir sehen, auf der Strecke bleibt. Zur Zeit sehen wir weltweit, wie durch die falsche Anwendung des Geldes, Wirtschaft und Verbraucher in die Krise gehen.

 

Während Finanzsysteme das Geld ohne Skrupel in sich selbst vervielfachen wollen (immer noch), muß man wissen, dass das Zinsnehmen, vor allem der Zinseszins, schon immer zu den großen Problemen der Menschheit gehörte. Deshalb war in allen Hochreligionen das Zinsnehmen verboten. Der Islam wendet dieses heute noch an (Muslim Banking). Der Grund liegt darin, dass Geld das Abbild von Ware oder Leistung ist und war, weshalb es von Zeit zu Zeit entwertet werden muß, denn auch jede Ware entwertet sich! Bei den Templern z.B. wurden die Goldmünzen jährlich eingezogen, eingeschmolzen und mit neuem reduziertem Wert wieder ausgegeben (Neuprägung), denn Geld kann niemals wachsen, ebenso wie Waren nicht wachsen können, sondern über die Zeit immer geringer werden (bei uns wächst Geld permanent, was zu einer Verfälschung des gesamten Wertsystems führt).

 

Heutiges extremes Wachstum von Geld bezeichnet man deshalb nun als „Blasen" (das fängt bei Zinsen und Zinseszins an und hört bei jeder Art von Spekulationen auf), weil diese Art von Gewinn keiner wirtschaftlichen Realität entstammt (imaginäres Geld). Dieses Scheingeld wächst unaufhörlich und wird damit zu einer Gefahr für die Wirtschaft, die Menschen und die sozialen Systeme. Mit jedem Zins und Spekulation muß zudem in der weiteren Folge die Produktion erhöht werden, was im Laufe der Jahrzehnte zu den imensen Produktionssteigerungen geführt hat. Wie wir z.Zt. sehen, haben wir durch diese Vorgänge die größte Krise in der Geschichte der Menschheit und an keiner Stelle wird erkannt, dass es mit etwas so grundsätzlichem zu tun hat. Alle warten nur auf den Zeitpunkt, so weiterzumachen, wie bisher.

 

In unserem Land gibt es seit langer Zeit kleine Gruppen, die die genannten Probleme schon immer benannt haben und auf die Folgen aufmerksam gemacht haben. Von diesen wird z.B. darauf hingewiesen, dass es in einer gesunden Geldwirtschaft nur drei Arten des Geldes geben darf:

 

Kaufgeld =  aus dem Verkauf von Ware und Leistung; wird zu neuer Produktion   =  „junges Geld"

 

Leihgeld  =  Geldgewinne aus Kaufgeld, die für weitere Investitionen bereit gestellt  werden  =  „mittleres Geld" 

 

Schenkungsgeld = Geld aus Vermögen   =  „altes Geld", das für Bildung, geistiger Produktion, das für

                              Innovation und  Stiftungen  eingesetzt wird.       

 

Geld, das nach dieser Maßgabe behandelt wird, kann den Fehleinflüssen der Vergangenheit nicht erliegen und entwickelt sich zu einem gesunden lebendigen und sozialen Geldorganismus.

 

 

Weitere Gesichtspunkte

 

  • Vor einer vollen Wirtschaft, werden viele immer ärmer. Es gibt eine große Lücke zwischen Realwelt und Geldwelt (heute 5% / 95% nach Lietaer). Was nützt es, wenn sich etwas rechnet, wenn die „menschlichen Werte" verloren gehen. Worum geht es im Leben überhaupt? Paulus sagt: „was nützte es, wenn ihr alle Welt gewönnet, nehmet ihr doch Schaden an eurer unsterblichen Seele". Der Mensch muß bei allem was er tut, in den Mittelpunkt des Denkens gerückt werden, alle Menschen!
  • Im Rahmen einer menschengerechten Globalisierung, muß ein Geldsystem begründet werden, dass dem Menschen dient und ihn nicht knebelt. Das richtig verteilte Geld sollte ihn aus der Knechtschaft befreien.
  • Hinter Geld steckt in Wirklichkeit Verhalten, das wiederum Bewusstsein ist. Dieses wirkt direkt in die Gesellschaft.
  • Die vorhandenen Ungerechtigkeiten entstehen aus Egoismus und Machtverhältnissen, die gegen die „Volks-Wirtschaft" arbeiten.
  • Durch falsche Geldprozesse schaffen wir die Demokratie ab, denn die rechtliche Gleichstellung aller, wird infrage gestellt.
  • Wollen die Menschen zukünftig mit Geld richtig umgehen, muß erkannt werden, dass Geld, das aus Spekulation kommt, bei seiner Einlösung wieder aus menschlicher Arbeit erbracht werden muß, was heißt, die Menschen müssen immer mehr arbeiten zu ungerechtem Lohn.
  • Das gilt gleichermaßen für die heutigen Managergehälter. Hier müssen wir andere Maßstäbe ansetzen. Alle Mitarbeiter dienen dem Unternehmen, auch die Leitung und jeder erhält daraus seinen „gerechten" Lohn, so dass die Gehälter in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen müssen. Der Überschuß von dem, was alle erarbeitet haben, fließt in ein gemeinsames System, aus dem soziale, geistige und innovative Aktivitäten entwickelt werden. Wir müssen lernen, daß jeder nur ein Teil in einer großen „Gemeinschaft" ist und nur alle zusammen das „Ganze" sind. Nur aus diesem Zusammenhang kann ein gerechter Lohn, bzw. ein richtiger Umgang mit Geld gebildet werden. „Freies Geld" wird nicht dem Shareholder gegeben (wie heute), sondern in Forschung und Ausbildung gesteckt, den wahren Innovatoren der Menschheit.
  • Die Geldfrage entstand erst, als die Menschen immer mehr voneinander wegrückten. In den früheren kleinen Gemein-schaften spielte Geld/Gold eine gemeinschaftsfördernde Rolle.
  • Wirtschaft und Staat haben ihre Möglichkeiten verwirkt, gesundend in das Geldsystem einzugreifen. Lösungen kommen nur noch aus der Zivilgesellschaft. Das Geldwesen bedarf einer grundlegenden „Reformation". Jetzt wird jedoch aus der großen Not heraus das ganze weiter verfälscht, indem der Staat (wir) für die Fehler der gesamten Geldsystems bürgen. Das ist das „Richtige" auf den Kopf gestellt.
  • Die Geldfrage spielt eine gewaltige Rolle in der sozialen Ordnung der Erde. Ihr muß ein menschliches Antlitz verliehen werden. Dies ist nur mit einer humanen Geldwirtschaft möglich.

 

Wie kann eine zukünftige Geldwirtschaft aussehen

 

Das Geld muß aus den privatwirtschaftlichen Prozessen herausgenommen werden. In der jetzigen Krise hat sich der Staat helfend eingebracht und Einfluss auf die Banken genommen. Dies ist z.Zt. durchaus notwendig, jedoch für eine Zukunftslösung nicht geeignet. Eine solche kann nur so aussehen, dass eine Institution aufgebaut wird, die das Geld allgemein und sozial verträglich verwaltet, ohne Einfluss von Staat und Wirtschaft (evtl. eine Art erweiterter Bundesbank). Diese neutrale Institution steht in enger Verbindung mit Universitäten bzw. Hochschule, um von dort aus, mit geistiger Kompetenz, Einfluss auf die komplexen Geldprozesse zu nehmen. Durch die Entflechtung des Geldes von Staat und Politik sowie der Wirtschaft, kann das Geld nach gesellschaftlichen Notwendigkeiten gelenkt werden. Nicht Lobbyismus oder Spekulation sind dann die Triebfedern, sondern allgemein menschliche und sozialwirtschaftliche Notwendigkeiten. Alle Spekulation mit Geld ist nicht mehr zulässig, weil erkannt wird, dass Geld einerseits nur mit Arbeit geschaffen werden kann, andererseits eine soziale Fähigkeit hat. Jede Spekulation schafft Geldwerte, die nicht existent sind, angefangen bei übermäßigen Zinsen. Wir müssen z.B. auch zu einem Aktiensystem kommen, dass ein reales Abbild des Wirtschaftsbetriebes ist. Heute klafft zwischen beiden eine große Lücke, denn der Aktienmarkt gibt nicht das Wirtschaftsbild eines Betriebes wieder, sondern ein Spekulationsbild (Menschen werden entlassen und die Aktien steigen).

Bezüglich der Zinsen ist zu erkennen, dass es Zinsen in Wirklichkeit nicht gibt, denn Geld ist das Abbild von Ware bzw. Leistung. Und so wie Ware im Laufe der Zeit nicht wachsen kann, kann Geld das auch nicht. So wie jede Ware verfällt, verfällt auch der Geldwert mit der Zeit und muß deshalb „abgezinst" und nicht verzinst werden. Zukünftige „leistungsgerechte" Zinssysteme müssen sich deshalb auf reale Zinswerte von 2-3 % einstellen. Alles was darüber liegt, führt schon wieder in falsche Entwicklungen.

Ein letzter Punkt ist das Thema von Boden und Immobilien, mit denen ebenfalls weltweit spekuliert wird, was dafür sorgt, dass gigantische Ungleichgewichte in Vermögensdingen aufgebaut werden, die ebenfalls auf alles Soziale ungünstigen Einfluss haben. In diesem Bereich wird das Prinzip verletzt, dass Grund und Boden „Allgemeingut" sind (sie gehören zur Erde) und deshalb nur auf Zeit erworben und genutzt werden können. Damit zu spekulieren ist genauso falsch, wie wir es vom Finanzmarkt her kennen. Boden als Allgemeingut aller Menschen, darf privat genutzt werden, aber nicht, wie heute, übertriebenen Spekulation und persönlicher Bereicherung dienen.

 

Nicht „Geldsysteme" haben im Mittelpunkt zu stehen, sondern der Mensch bzw. die Menschen, als „sozialer Gestalter" der Erde.

 

 

Spekulation ist nicht die einzige „Blase"

 

Bei der heutigen Finanzproblematik sprechen alle von Blasen, die irgendwann platzen. Damit ist gemeint, das in unserer heutigen Finanzwelt Geldwerte erzeugt werden, die es real nicht gibt. Sie stehen nur auf dem Papier und haben keinen Sachwert gegenüber. Irgendwann müssen sie deshalb platzen d.h., sie sind nicht einlösbar, weil kein realer Gegenwert geschaffen wurde.

Dieses Phänomen der Neuzeit haben wir nicht nur im Geldwesen. „Blasen" in Form von falschen und überzogenen Werten haben wir auch in anderen Bereichen und sie steigern sich Jahr um Jahr:

  • in der Bodenfrage, wo das „Allgemeingut" Boden zur Spekulation verwendet wird, was zu enormen Ungleichgewichten weltweit führt
  • in Kunstwerten, z.B. Gemälden, die bis 100 Millionen gehandelt werden
  • im Fußball,wo Fußballer bis zu 40 Millionen gekauft werden
  • im Motorsport,in dem Prämien bis zu 50 Millionen gezahlt werden
  • bei Managergehältern, die trotz Fehlleistungen bis zu 400 Millionen betragen
  • im Sport allgemein, wo einerseits gedopt wird und andererseits exorbitante Prämien bezahlt werden
  •  und in Medien, in denen in täglichen Spielshows in Minuten mehr Geld verdient wird, wie es manchem im ganzen Leben nicht möglich ist
  •  ebenso bei Gagen im Showbusiness

 

Alle diese Vorgänge verschieben „unsere Bild" vom „wahren Wesen des Geldes" und auf das „gerechte Maß":

 

Alles wird zu einer Art von Glücksspiel und hat mit ordentlicher Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. „Blasen" die zeigen, wie weit wir vom wahren Weg „des Lebens" abgekommen sind. Totale Fehlentwicklungen im Sinne einer sozialen Menschheit. Während Handwerker, Arbeiter und Angestellte, - die Basis unserer Gesellschaft -, vielleicht drei, vier oder fünftausend Euro im Monat verdienen, werden in diesen genannten Blasen-Bereichen Gelder verteilt, die außerhalb jeder Dimension liegen. Vorgänge, die der Menschheit schaden. Jeder Mensch, egal was er macht, hat nur „gerechten Anteil" an den Ergebnissen seiner persönlichen Leistung in der Gemeinschaft zu erwarten. Das muß die Dimension der Zukunft sein.

 

Auf dieser Erde kann nur gelten: was einer sich irgendwo zuviel nimmt, hat anderswo ein anderer zu wenig. Deshalb haben wir heute auf dieser Erde so viel Leid, weil überall die Gier und das Raffen unterwegs sind und nicht das brüderliche Nachdenken, wie es dem anderen wohl geht. Wenige nehmen sich exorbitant zu viel, weshalb so viele andere zu wenig haben.

 

Uns ist heute kaum bewusst, dass im Christentum die Zukunftskraft einer sozialen Menschheit und damit auch der Geldfrage liegt. Christentum ist eine göttlich geistige Kraft, die der Menschheit Impulse für die Zukunft geben will, ihre soziale Gemeinschaft selber zu gestalten. In diesem Zusammenhang ist in

 

 

 dem christlichen Motiv, „aus Steinen Brot zu machen", das „Entwicklungsgeheimnis" einer zukünftigen Menschheit enthalten nämlich, alle gerecht am Lohn und der Arbeit teil haben zu lassen und zu erkennen, dass das Wohl der Gemeinschaft höher steht als alles andere.

 

Das Heil einer Gesamtheit von zusammen-arbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden. Dieses Prinzip des sich gegenseitigen „Bevorteilens", führt über die Zeit zum sozialen Wohlstand.

                                                  [nbsp                 Rudolf Steiner

 

statt dessen:

 

„Die Schulden der Bundesrepublik haben die Billionengrenze erreicht. Um weitere Löcher zu stopfen, fehlen über 350 Milliarden Euro. Wer treibt das Geld auf? Und wer führt das Konto? Eine Finanzagentur in Frankfurt  z.B. jongliert täglich mit unvorstellbaren Summen.

Der Chefhändler heißt Thomas Weinberg. Er sagt: "Wir rechnen hier in Milliarden. Null Komma vier sind 400 Millionen." Er nuss jeden Tag bis 18.00 Uhr dafür sorgen, dass die Konten des Bundes am Ende des Handelstages ausgeglichen sind. Er muss am heutigen Tage noch eine Milliarde finden. Eine Milliarde, so viele Schulden sind heute zur Rückzahlung fällig. Es ist ein ständiges Löcherstopfen, Jonglieren, Umbuchen und Aufreißen neuer Löcher. Werte, die real alle garnicht da sind !!

Nicht nur Deutschland hat ein Problem mit 13 Stellen vor dem Komma.                                                                                                                                      D. Ossa