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Die richtige Einfütterung der Bienen im Herbst

- Ein Beitrag zu einer gesundheitsfördernden Maßnahme an den Bienen -


Im Spätsommer werden Bienen schon immer, wenn der Honig geschleudert wurde, von den Imkern "eingefüttert". Das meint das künstliche Zusetzen von in Wasser gelöstem weissem Zucker, der den Bienen ein Ersatz für den Honig dgegeben wird. Dies wird seit fast einem Jahundert so gemacht, ohne daß irgend jemand darüber weiter nachgedacht hat.

So wie den Menschen der entwertete weisse Zucker schadet, schadet er auch den Bienen, oder gerade den Bienen, weil sie in ihrer natürlichen Umgebung sonst das hochwertigste Süße erhalten, das es in der Natir überhaupt gibt: den Nektar. Er ist komplex in seiner Struktur, vielfältig an essentiellen Inhaltstoffen und ein reines Lichtprodukt. Nektar ist die Vorstufe zu einer späteren Frucht oder einem Samen.

Die Zuckerfütterung der Bienen ist deshalb mit ein Grund, dass die Bienengesundheit weltweit, immer mehr abnimmt und Bienenschäden immens zunehmen.

Aus diesem Grund wurde von CulturChange ein Aufruf an die Imker, aber auch die iNstitute, formuliert, der diese besondere Thematik aufgreift und eine Alternative beschreibt. Zum Wohl unserer Bienen.



Text aus der Biene:

 

 

... wenn wir reinen Zucker füttern, nehmen wir den Bienen Kraft und Vitalität!

Nicht nur bei den Menschen, auch bei den Bienen spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle. Dies wird gern übersehen, weil man meint, die Bienen werden dies schon richten. Es wird aber nicht bedacht, dass es im Herbst die Fütterung ist, die den Bienen gegen ihre Natur eingebracht wird. Die Bienen leiden heute schon unter einer entwerteten Landschaft, was heißt, sie finden nicht die Blütenvielfalt, wie sie von Natur aus für sie einmal angelegt war, denn Bienen ernähren sich von Honig und Blütenstaub. Der Zucker, den wir einfüttern, ist von Honig und Pollen weit entfernt. Während diese eine große Vielfalt der Blütennatur enthalten, ist weißer Zucker (ebenso die Fertigfutterlösungen) ein von seinen Naturbestandteilen entwertetes Produkt. Durch die Raffinade wurden ihm alle Begleitstoffe wie Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Säuren, Farbstoffe, Vitamine etc. genommen.

Das besondere jedoch ist, dass in allen Blüten „Vitalkraft" enthalten ist (Lebenskraft), die die Bienen brauchen. Der raffinierte Zucker dagegen ist ein totes Kohlenhydrat aus einem Fabrikprozess, das weder diese Lebenskräfte noch die Stoffvielfalt enthält. Nehmen Bienen Honig und Pollen auf, erhalten sie beides. Blüten und Bienen sind deshalb eine Einheit. Wenn wir nun den Bienen ausgerechnet in der Zeit, wo sie sich gesundheitlich auf den Winter vorzubereiten haben, diesen entwerteten Zucker einfüttern, zwingen wir die Bienen, das zu ergänzen, was der Zuckerlösung fehlt, denn die Bienen versuchten aus der jeweils dargereichten Nahrung Honig oder Honigähnliches zu machen. Deshalb ist das Füttern mit reinem Zucker für die Bienen Schwerarbeit und nimmt ihnen Kraft und Vitalität, weil ihr Organismus das ausgleichen muss, was dem Zucker fehlt. Es ist nicht das Problem des Aufnehmens des einfachen Zuckerkristalls, sondern das Weiterverarbeiten des für sie nicht vorgesehenen Stoffes. Aus diesem Grund wird für eine bienengerechte Fütterung die Zugabe von Honig und sieben Teesorten empfohlen, um den Zucker um das zu ergänzen, was ihm fehlt: Vielfalt und Blütenkraft.

 

 

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Merkblatt zur Fütterung mit Bienentee

- von Georg Peukert Maintal -

Wenn die Bienen mit weißem Zucker oder Zuckerfertiglösungen gefüttert werden, muß der Imker bedenken, dass er den Bienen etwas zuführt, was nicht ihrer Natur entspricht.  Ernährt sich die Biene von Nektar und Honig, ist der Zucker ein Industrieprodukt, das seiner Inhaltstoffe vollkommen beraubt wurde. Zucker enthält keinerlei natürliche Begleitstoffe, wie sie die Bienen brauchen und welche die Grundlage ihres Lebens sind. Deshalb wird empfohlen, die Zuckerlösung bei der Herbstfütterung  auf natürliche Weise so anzureichern, dass sie dem Nektar entgegenkommt. Das erreicht man durch Zugabe von etwas Blütenhonig (10 %) und 7 Teesorten.

So ist vorzugehen :

 

  1. Wasser erwärmen, damit eine optimale Auflösung des Zuckers stattfinden kann. Auch die Biene bereitet ihren Honig unter Wärme.
  2. Zucker (aus der Tüte) zugeben und warten bis er sich aufgelöst hat. Dabei reduziert sich die Wärme der angesetzten Lösung.
  3. Nun Zugabe von eigenem Blütenhonig (10 % oder mehr).
  4. Nachdem sich Zucker und Honig aufgelöst haben, werden die 7 Teesorten zugegeben (Schafgarbe, Kamille, Schachtelhalm, Brennessel, Eichenrinde, Löwenzahnblüte, Baldrianblüte). Diese sieben Teesorten sind Heilpflanzen, die eine entsprechende Wirkung auf die Gesamtgesundheit der Biene haben.
  5. Der Tee wir folgendermaßen zubereitet:
  • man benötigt 3 Gramm der einzelnen Droge für ca. 100 Liter Futterlösung
  • Praktisch bedeutet das, man nimmt gute drei Fingerspitzen voll und gibt sie jeweils in eine kleine Schale oder ein Honigglas
  • in diesen Gefäßen wird die jeweilige Teesorte einzeln zubereitet
  • Schafgarbe, Kamille, Löwenzahnblüte und Baldrianblüte werden als Blütendroge benutzt und mit kochendem Wasser einzeln übergossen. Nach 15 Minuten abgießen und dann erst zusammenschütten.
  • Brennessel, Eichenrinde und Ackerschachtelhalm werden zuerst kalt und einzeln angesetzt (5 Minuten) und dann einzeln aufgekocht. Nach zehn Minuten Ziehen absieben.
  • zum Schluß alle zusammenschütten. Das ergibt 1 - 2 Liter Tee, der der Fütterlösung zugegeben wird. Bei 50 Litern Futterflüssigkeit gibt man ½ bis 1 Liter des Gesamttees dazu. Der Rest kann selbst getrunken werden.

Damit werden die inneren Stoffwechselfunktionen der Biene gestärkt, das Bienenfutter wird  „bienengerecht" und es hat keinerlei negative Wirkungen.

Die Bienen werde es Ihnen danken.

Bei den Tees handelt es sich um die getrockneten Substanzen der Pflanzen, die in der Regel in der Apotheke besorgt werden können. Bei Löwenzahn und Baldrian gibt es jedoch das Problem, dass Löwenzahn nur als Blättertee und Baldrian nur als Wurzel vorrätig sind. Entweder sammelt man diese Blüten rechtzeitig selbst, oder versucht sich die Blüten zu beschaffen. Löwenzahn wird morgens bei noch geschlossener Blüte gepflückt und getrocknet. Baldrianblüte normal sammeln.

Die Bienen erhalten mit diesen Zugaben eine um Honig ergänzte Nahrung, die zudem einem „Wärmeprozess" unterzogen wurde. Die Tees bringen sog. ätherische Kräfte (Vitalkräfte) mit ein. Die Biene lebt nicht von Stoffen, sondern von den in den Stoffen enthaltenen Natur-Kräften. Wer die Bienen während und nach einer solchen Fütterung beobachtet wird feststellen, wie sie „aufleben". Er wird nie mehr reinen Zucker an die Bienen verfüttern. Zudem bauen die Bienen dabei wunderbare Waben. Der Verfasser dieses Beitrags konnte über Jahre persönlich feststellen, wie stabil die Bienen mit dieser Anwendung wurden.

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die 7 Teesorten angesetzt



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Warmes Zuckerwasser mit Honig und 7 Teesorten
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